Unfallversicherung

Kennen Sie das auch? Schon eine kleine Unachtsamkeit kann böse Folgen haben.

Bei Unfällen während der Arbeitszeit leistet die gesetzliche Unfallversicherung. Für die Absicherung von Unfällen mit Personenschäden im Haushalt oder in der Freizeit ist hingegen eine private Unfallversicherung erforderlich.

Was ist ein Unfall?

Der Begriff „Unfall“ bezeichnet nach den „Allgemeinen Versicherungsbedingungen für Unfallversicherungen“ (AUB), dass der Versicherte durch ein:

  • plötzlich
  • von außen auf seinen Körper einwirkendes Ereignis
  • unfreiwillig eine Gesundsheitsschädigung erleidet.

Welche Leistungen können versichert werden?

  • Invaliditätsleistung
    Leistungsvoraussetzung ist, dass die körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit dauerhaft beeinträchtigt ist. Zu der Invaliditätsleistung kann eine Progressionsstufe vereinbart werden. Dies ist sinnvoll, weil mit dem Grad der Invalidität der Versorgungsbedarf häufig überpro‐ portional ansteigt.
  • Unfalltodesfallleistung
    Die Todesfallleistung wird gezahlt, wenn der Tod inner‐ halb einer Frist von zwölf Monaten als Folge eines Unfalls eintritt.
  • Unfallkrankenhaus‐ und Genesungsgeld
    Ein Krankenhaustagegeld wird für jeden Tag fällig, an dem sich die versicherte Person in vollstationärer Heil‐ behandlung befindet. Das Genesungsgeld wird anschließend gezahlt und zwar in der Regel für jeden Tag, für den auch Krankenhaustagegeld geleistet wurde (gekoppelte Leistung).
  • Unfalltagegeld (nur für Selbstständige)
    Diese Leistung wird erbracht, wenn sich die versicherte Person in ärztlicher Behandlung wegen einer unfallbedingten Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit befindet.
  • Erweiterte Übergangsleistung
    Mit dieser Leistung erhält die versicherte Person ein nennenswertes Kapital, mit dem die Zeit bis zur Zahlung der Invaliditätsleistung überbrückt werden kann.
  • Kosmetische Operation
    Nach Abschluss der Heilbehandlungen steht ein Betrag zur Verfügung, mit dem unfallbedingte Beeinträchti‐ gungen des Aussehens korrigiert werden können.
  • Unfallrente
    Wenn der Unfall zu einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent führt, zahlt der Versicherer die vereinbarte Rente in voller Höhe.

 

Wann leistet die Versicherung?

Viele Arbeitnehmer fühlen sich durch die gesetzliche Unfallversicherung ausreichend abgesichert. Diese leis‐ tet allerdings nur auf dem direkten Weg von und zur Arbeit sowie während der dienstlichen Tätigkeit. Die private Unfallversicherung sichert Sie 24 Stunden am Tag ab, unabhängig davon, ob Sie während der Arbeits oder in Ihrer Freizeit verunglücken. Immerhin passieren bis zu drei Viertel aller Unfälle im privaten Bereich.

Welche Schäden sind versichert?

Sie haben die Wahl unter verschiedenen Leistungsarten und  komponenten.

Beachten Sie bitte: Voraussetzung für eine Leistung ist in allen Fällen, dass die gesundheitliche Beeinträchtigung durch einen Unfall hervorgerufen wurde. Eine Gesundheitsschädigung, die durch Krankheit verursacht ist, ist in der Regel nicht versichert.

Sie können die Unfallversicherung nicht nur für sich selbst, sondern für Ihre gesamte Familie abschließen. Jede mitversicherte Person erhält so den individuell notwendigen Versicherungsschutz.

Welche Zahlungen werden bei Invalidität geleistet?

Nach einem Unfall wird der Invaliditätsgrad (Grad der dauerhaften körperlichen Einschränkung) festgestellt. Grundlage ist die sogenannte Gliedertaxe, bei der je nach Ausmaß der Invalidität ein Prozentsatz festgelegt ist. Der unfallbedingte Verlust des Zeigefingers entspricht zum Beispiel einem Invaliditätsgrad von zehn bis 25 Prozent. Die Kapitalsumme richtet sich nach dem Invaliditätsgrad. Bei 20 Prozent Invalidität und einer Invaliditätssumme von 100.000 Euro wird beispielsweise eine Kapitalauszahlung von 20.000 Euro fällig.

Was bewirkt die Progressionsstaffel?

Ist eine Progressionsstaffel vereinbart, erhalten Sie bei einem Invaliditätsgrad ab 25 Prozent eine höhere Leistung. Der Zahlbetrag steigt dabei stärker als der Invaliditätsgrad.

Beispiel Invaliditätsleistung bei 200.000 Euro Versicherungssumme:

Beispiel für einen Unfallschaden - Sturz und Knochenbruch

Die versicherte Person rutscht auf der Hausflurtreppe aus und zieht sich einen komplizierten Bruch der rechten Hand zu. Zeige‐ und Mittelfinger bleiben auf Dauer steif.

Entschädigungsleistung: 8.700 Euro

Für die Dauer des Krankenhausaufenthaltes werden das vereinbarte Krankenhaustagegeld sowie ein Genesungsgeld gezahlt. Für die dauerhafte Beeinträchtigung der beiden Finger wird zudem aus der Invaliditätssumme anteilig geleistet.

Beispiel für einen Unfallschaden - Skiunfall

Während eines Winterurlaubs in der Schweiz verunglückt die Versicherte bei einem Zusammenstoß auf der Piste. Nach dem Flug mit dem Rettungshubschrauber der Bergwacht folgen noch zwei Wochen im Krankenhaus, wo der gebrochene Arm stabilisiert wird. Bleibende Schäden sind glücklicherweise nicht entstanden.

Entschädigungsleistung: 5.450 Euro

Die Versicherung zahlt neben Krankenhaustage‐ und Genesungsgeld auch die Kosten für die Bergung durch die Bergwacht.

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